„Lawinenhund Bello findet verünglückte Skifahrer“
„Spürhund Alex entdeckt mehrere Kilo Rauschgift“

solche oder ähnliche Meldungen habt ihr sicher alle schon gelesen. Was die Hunde dazu befähigt findet ihr in der Folge 2. Heute wollen wir zeigen, wofür die Nase des Hundes eingesetzt wird.

Wir erzählen über Suchhunde (Mantrailer, Lawinenhunde etc.), Spürhunde (Erdnüsse, Schimmel, Rauschgift, Schlangenleder, etc.) und Warnhunde (Diabetes, Epilepsie etc.). Wie ihr seht, kann die Nase Hundes in vielfältiger Weise zum Einsatz kommen.

Am Ende des Blogartikels findet ihr noch weiterführende Links zu spannenden Artikel über diese Hundeeinsätze.

Die Suchhunde

Der wohl bekannteste Suchhund ist sicherlich der Lawinenhund. Und dabei werden wohl viele noch das Bild des Rumfässchen tragenden Bernhardiners vor Augen haben. Diese Zeiten sind jedoch vorbei. Heute werden überwiegend Schäferhunde, Labradore, Hütehunde und andere Rassen zu Lawinenhunden ausgebildet. Voraussetzung: der Hund muss robust und „wintertauglich“ sein.

Im Grunde ist der Lawinenhund eine Sonderform des Mantrailers, also des Hundes, der gelernt hat Vermisste aufzuspüren. Der Lawinenhund wird darauf trainiert Menschen unter oft meterhohen Schneedecken ohne „Geruchsprobe“ des Verschütteten aufzufinden. Der Mantrailer folgt der Spur eines Vermissten anhand einer Geruchsprobe (Kleidung, Haarbüste etc.). Die Ausbildung eines Lawinenhundes nimmt etwa drei Jahre, die eines Mantrailers für den Realeinsatz etwa zwei Jahre in Anspruch.

Nicht nur der Hund muss in diesen zwei bis drei Jahren lernen, sondern auch der Hundeführer. Nur ein gut eingespieltes Team aus Mensch und Hund kann erfolgreich sein. Der Hundeführer muss dabei seinen Hunde „lesen“ können, also die Signale, die sein Hund gibt richtig interpretieren können. Sonst kann es passieren, dass ganze Rettungsteams kilometerweit in die falsche Richtung laufen.

Mantrailing gibt es auch als Sportart, wer seinen Hund richtig gut auslasten und ihm Freude bereiten will, nur zu.

Die Spürhunde

Spürhunde werden inzwischen in ganz vielen Bereichen eingesetzt. Bekannt sind natürlich die Drogenspürhunde beim Zoll, die an den Flughäfen zum Einsatz kommen. Dort werden auch Hunde eingesetzt, die nach Bargeld oder Elfenbein suchen. 

Aber auch im Bereich der Allergiker werden zunehmend Spürhunde ausgebildet, z.B. um nach Schimmel oder nach Spuren von Erdnüssen zu suchen. Diese Hunde können winzigste Erdnusspartikel im Essen wahrnehmen. Eine kleine Probe des Essens in ein Schnüffelgefäß gegeben warnen diese Hunde zuverlässig vor Erdnusspuren und retten damit ihrem Besitzer unter Umständen das Leben. Aber nicht nur im Essen erkennt der Hund die Spuren der Erdnuss, sondern sogar tiefgefroren.

Alle Spürhunde werden zu Beginn ihrer Ausbildung auf den jeweiligen Geruch konditioniert, was je nach Hund und Stoff zwischen ein paar Wochen und ein paar Monaten dauern kann. Wichtig für alle diese Hunde ist, dass sie regelmäßig im Training bleiben müssen, also immer wieder den puren Stoff zu schnüffeln bekommen. Die Erkennungsrate liegt bei allen Spürhunden bei etwa 90%.

Wir machen uns genau diese Fähigkeit des Hundes zu nutze, um Tumorzellen aufzuspüren und dann daraus eine „elektronische Nase“ zu bauen. 

Die Warnhunde

Zum guter letzt nun noch der Warnhund. Im Gegensatz zu den Such- und Spürhunden wird ein Warnhund immer auf seinen Besitzer trainiert, da es hier darum geht, diesen vor einer Gefahr warnen. Dies kann ein Unter- oder Überzuckern bei Diabetes Typ I Patienten oder ein bevorstehender Epilepsieanfall sein. 

Ein weiterer Unterschied zu den Such- und Spürhunden liegt darin, dass nicht jeder Hund zum Warnhund ausgebildet werden kann. Hunde, die als Warnhunde eingesetzt werden, müssen über eine angeborene hohe Sensibilität verfügen. Die Auswahl des Hundes ist hier von entscheidender Bedeutung und sollte einem entsprechenden Fachmann überlassen werden.

Wir hoffen, wir konnten euch einen guten Überblick über die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten geben und wie bereits geschrieben findet ihr weiter unten noch entsprechende weiterführende Links.

Helfen Sie mit

Die Heidrun Seibert Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation. Wir haben das Ziel, dass weniger Menschen an Krebs sterben müssen. Dazu haben wir das Projekt „Hundenasen gegen Krebs“ ins Leben gerufen.

Sie möchten unser Projekt unterstützen – dann spenden Sie jetzt direkt Online.

Weiterführende Links - Suchhunde

Lawinensuchhunde – ein Artikel der Kronenzeitung, Österreich
Mantrailer – ein Artikel von www.planethund.com

Weiterführende Links - Spürhunde

Die Supernasen – ein Artikel der FAZ
Erdnussspürhunde – ein Interview mit Uwe Friedrich, TeamCanin

Weiterführende Links - Warnhunde

Assistenzhunde – eine umfassende Information des Deutschen Assistenzhunde-Zentrums

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